Partnergemeinden

Ev.-luth. Kirchgemeinde Wolkenstein

Am 11.Mai 1953 geht ein Rundschreiben „an die Herren Superintendenten im Sprengel Osnabrück-Diepholz und an die Herren Pastoren zur Kenntnisnahme“, man habe aus dem für den Sprengel patenschaftlich zuständigen Bezirk in Sachsen die Adressen der dortigen Gemeinden erhalten. Auf dieser Grundlage solle „die Angelegenheit der Ostzonen-Pakethilfe“ neu geordnet werden.

Mit viel Engagement und großem persönlichen Einsatz bewältigen Pastor Habenicht, damals Pfarrstelleninhaber in Bad Bentheim, und seine Frau bürokratische Hürden, so dass ein Kontakt hergestellt wird mit Pastor Buchheim aus der Kirchengemeinde Wolkenstein.

Auf nicht immer einfachen Wegen gelangen Hilfen und Zuwendungen sächlicher und finanzieller Art an die Gemeinde, die trotz staatlicher Repressalien im DDR-Regime versucht, Pfarrhaus und Kirche zu erhalten und dabei ein lebendiges Gemeindeleben aufrechtzuerhalten.

Mit Pastor Habenichts Eintritt in den Ruhestand im Jahre 1981 ging die Koordinierung und Aufrechterhaltung der Beziehungen in die Hände des Nachfolgers, Pastor Giesecke von Bergh, über.

Was als Patenschaft begann, hat auch die Grenzöffnung überdauert hat. Es ist eine Partnerschaft entstanden, die durch persönliche Kontakte, gegenseitige Besuche und ein Interesse am Austausch über theologische und kirchenpolitische Fragen geprägt ist.

Dass mittlerweile auch seit vielen Jahren eine Städtepartnerschaft zwischen Bad Bentheim und der Stadt Wolkenstein besteht, untermauert die freundschaftlichen Beziehungen.

[weitere Informationen sind nachzulesen in der Festschrift: 100 Jahre Martin-Luther-Kirche Bad Bentheim]

Ev.-luth. Kirchengemeinde Krementschuk/Ukraine

Durch den Küster der Martin-Luther-Kirche, Heinrich Hamburg, wurde in den späten 90er Jahren ein Kontakt geknüpft zur lutherischen Gemeinde in Krementschuk/Ukraine.

Die 250.000-Einwohner-Stadt Krementschuk liegt beidseitig des Flusses Dnjepr, 300 km südöstlich der ukrainischen Hauptstadt Kiew.

Lutherische Christen deutscher und ukrainischer Herkunft gehören der kleinen Gemeinde an, die offiziell erst seit 1990 besteht.

Nach einem ersten Besuch im Jahr 1998 versucht die Martin-Luther-Gemeinde, die Geschwister bei ihrem Vorhaben zu unterstützen, ein eigenes Grundstück zu erwerben, um ein kleines Gemeindehaus als zentralen Ort für Gottesdienste und Zusammenkünfte zu errichten. Eine Spendensammlung in Bad Bentheim trägt dann auch wirklich dazu bei, dass im Mai 2008 Pastor Giesecke von Bergh und Heinrich Hamburg zur Einweihung des ersehnten Gemeindehauses in die Ukraine reisen können.

In den letzten Jahren hat die schwierige politische Situation, ebenso wie die unübersichtliche kirchenpolitische Lage in der Ukraine dazu geführt, dass Besuche in beide Richtungen schwieriger wurden. Im Jahr 2019 konnte aber eine Delegation unserer Gemeinde sich wieder vor Ort ein Bild von der Lage der Gemeinde machen. Trotz Sprachbarrieren und teilweise erschwerter Kommunikation besteht die Partnerschaft weiter.