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Ortskirchensteuer - ein leidiges Thema, aber doch wichtig für die Gemeinde!

In diesem Jahr ist es bei der Ortkirchensteuer zu einer gesetzlich vorgegebenen Veränderung gekommen, die dazu führt, dass Haushalte, in denen beide Ehepartner zur lutherischen Kirche gehören, jetzt zwei Bescheide erhalten. Dies wird begründet mit der Steuergerechtigkeit zwischen gemischtkonfessionellen Ehen oder Partnerschaften und solchen, bei denen beide Partner der gleichen Kirche angehören.

Die bisher übliche automatische Nichtveranlagung eines Ehepartners ist nicht mehr rechtens. Sollten Sie also erstmals einen persönlichen Ortskirchensteuerbescheid erhalten haben, prüfen Sie bitte, ob die hier aufgeführten Möglichkeiten der Befreiung von der Zahlung für Sie zutreffen:

Sie können sich vom Kirchgeld befreien lassen, wenn Ihr Partner die lutherische Ortskirchensteuer bezahlt, Sie selbst aber kein eigenes Einkommen haben.

Schüler, Studenten, Auszubildende, Arbeitslosengeldempfänger, Freiwilligendienstleistende sowie Personen mit geringem Einkommen können sich von der Zahlung befreien lassen.

Außerdem kann jedes kirchgeldpflichtige Gemeindeglied, das im Vorjahr Landeskirchensteuer gezahlt hat, innerhalb einer Frist von einem Monat nach Zustellung des Kirchgeldbescheides auf schriftlichen Antrag die gezahlte Landeskirchensteuer auf das zu zahlende Kirchgeld anrechnen lassen.

Wenn Sie also einen Ortskirchgeldbescheid erhalten haben, aber aus obengenannten Gründen nicht zahlungspflichtig sind, melden Sie sich bitte zeitnah im Gemeindebüro.

Wir möchten auch hier noch einmal darauf hinweisen, dass für Menschen, die gerade in der aktuellen Pandemiesituation besonderen finanziellen Härten ausgesetzt sind, eine Niederschlagung der Forderung möglich ist. Auch in diesem Fall melden Sie sich bitte unter 05922 / 2352 oder persönlich im Büro an der Schüttorfer Straße 2.

Der vermehrte bürokratischen Aufwand, ist den gesetzlichen Vorgaben geschuldet und leider unvermeidlich.

Wir bedauern es, dass diese Veränderungen nicht im Vorfeld in geeigneter Weise allen Betroffenen mitgeteilt wurden. Dafür bitten wir um Entschuldigung. 

Unabhängig davon ist das Kirchgeld wichtig für die Finanzierung der vielfältigen Aufgaben der Kirchengemeinde, besonders in dieser Zeit, in der die Hilfen, die die Gemeinde gewähren kann, von besonderer Bedeutung sind, während gleichzeitig die finanziellen Zuwendungen geringer als erwartet ausfallen.